Wärmepumpe für die Hausheizung: Was ist das, welche Typen gibt es, wie wähle ich sie aus?
- 06.03.2025
Eine Wärmepumpe sammelt Wärme aus dem Erdreich, aus Gewässern oder aus der Luft und gibt sie an das Heizungssystem des Hauses ab. Diese Geräte funktionieren nach einem physikalischen Prinzip: Jeder Körper mit einer Temperatur von über -273° C verfügt über eine Reserve an Wärmeenergie. Diese kann gespeichert und zum Heizen von Räumen verwendet werden.
Arten von Wärmepumpen
Welche Arten von Wärmepumpen gibt es:
- In einem Luft-Luft-System erhält das Kältemittel Wärme aus der Außenluft. Diese Systeme heizen Räume schnell auf, haben aber einen hohen Stromverbrauch. Die Höhe der Heizleistung hängt von der Lufttemperatur ab.
- Bei einer Wasser-Wasser-Anlage wird das Haus mit der Wärme eines Sees oder des Grundwassers beheizt. Die Flüssigkeit wird mit einer Pumpe aus dem Brunnen gehoben. Nach der Abkühlung wird das Wasser in den Grundwasserbrunnen abgeleitet. Es ist eine hohe Pumpenleistung erforderlich.
- Bei einer Luft-Wasser-Anlage erwärmt die Wärme aus dem Freien das Wasser, das in den Heizkreislauf eingespeist wird. Je kälter das Wetter ist, desto mehr Energie muss aufgewendet werden, um die richtige Wärmemenge zu erhalten. Solche Pumpen eignen sich für ein Gebiet, in dem die Jahresdurchschnittstemperatur recht hoch ist und es wenige Frosttage gibt. Dieses System kann mit Sonnenkollektoren und elektrischen Heizungen für die kalte Jahreszeit kombiniert werden, wenn die Wärme der Straßenluft nicht ausreicht. Die Installationskosten sind gering, die Amortisation ist schnell.
- Wasser-Luft-Wärmepumpen entnehmen die Wärme aus einem Gewässer oder dem Grundwasser. Sie wird in das Luftheizungssystem des Gebäudes eingespeist. Für die Installation ist ein nahe gelegenes Gewässer erforderlich.
- Bei einem Grundwassersystem wird die Wärme über Bohrungen aus dem Erdreich gewonnen. Ein solches System ist zuverlässig und funktioniert über Jahre hinweg. Die Errichtung der technischen Anlagen ist teuer.
Wie man eine Wärmepumpe auswählt
Achten Sie auf diese Faktoren:
- Ein großes Gebäude braucht ein stabiles System, das eine große Wärmemenge liefern kann. Für solche Anwendungen werden am häufigsten Luft-Wasser-Wärmepumpen, Erdwärmepumpen oder Erd-Wasser-Systeme eingesetzt. Wenn die Räumlichkeiten nicht das ganze Jahr über, sondern nur periodisch beheizt werden müssen, ist eine Luft-Luft-Anlage optimal.
- Welche Wärmepumpe installiert werden soll, hängt davon ab, welche Wärmeträger einfacher zu nutzen sind. Ist eine Bohrung für ein Grundwassersystem möglich? Ist Grundwasser vorhanden oder befindet sich ein Teich in der Nähe des Gebäudes?.
- Wie viel Fläche soll beheizt werden? Wenn die Fläche größer als 250 m² ist und ein Bohrloch gebohrt werden kann, ist ein Grundwassersystem ideal. Bei einem Gebäude, das kleiner als 200 m² ist, ist es besser, eine Luft-Wasser-Pumpe zu installieren. Für kompakte Wohnungen oder Geschäfte kann ein Luft-Luft-System verwendet werden.
- Wenn der thermische Sommer zur Kühlung der Räumlichkeiten genutzt werden soll, eignet sich die Anlage „Wasser-Wasser“ oder „Grund-Wasser“.
Berücksichtigen Sie auch die Kosten für die Ausrüstung. Sie variieren je nach Art des Systems und der Ausführung. Es lohnt sich, im Internet Testberichte über bestimmte Wärmepumpenmodelle und Hersteller zu lesen.