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Karbamid: Was ist das für ein Düngemittel, wann und wie wird es verwendet?

08.07.2025

Harnstoff, auch bekannt als Urea, ist eines der beliebtesten Stickstoffdüngemittel. Es wird sowohl in der großflächigen Landwirtschaft als auch in Gartenanlagen verwendet, da es Pflanzen dabei hilft, schneller zu wachsen und kräftiger zu werden. Mit diesem Düngemittel wird der Boden für viele Kulturen angereichert.

Was ist Harnstoff?

Harnstoff sind weiße Granulate, die leicht in Wasser löslich sind. Dieses Düngemittel enthält etwa 46 % Stickstoff, ein Element, das Pflanzen für das Wachstum ihrer Stängel und Blätter benötigen. Im Gegensatz zu anderen Stickstoffdüngern wirkt Harnstoff milder.

Vorteile von Harnstoff:

  • Hoher Stickstoffgehalt.
  • Die meisten Pflanzen, von Gemüse bis zu Getreide, benötigen eine solche Düngung.
  • Kann in den Boden eingebracht oder als Sprühflüssigkeit verwendet werden.
  • Nicht zu sauer, beeinträchtigt daher nicht die Bodenbeschaffenheit.
  • Behält seine Eigenschaften lange bei, wenn es an einem trockenen Ort gelagert wird.

Harnstoff ist besonders nützlich im Frühjahr und zu Beginn des Sommers, wenn die Pflanzen aktiv wachsen. Es gibt Besonderheiten bei der Verwendung dieses Düngers für verschiedene Aufgaben. Allerdings muss er richtig angewendet werden, um den Pflanzen keinen Schaden zuzufügen.

Wie man Harnstoff anwendet

Harnstoff wird je nach Pflanzenart, Jahreszeit und Düngungszweck auf unterschiedliche Weise verwendet. Es gibt zwei Hauptmethoden für die Ausbringung von Harnstoff: trocken und flüssig. In trockener Form wird das Düngemittel vor dem Regen oder der Bewässerung auf den Boden gestreut, damit sich die Granulate auflösen und zu den Wurzeln gelangen. In flüssiger Form wird es in Wasser aufgelöst und zur Düngung über die Wurzeln oder Blätter verwendet.

Hauptanwendungsmethoden:

  • Harnstoff wird vor dem Pflanzen in den Boden eingebracht. Die Granulate werden auf der Erdoberfläche verteilt und mit einer Harke eingearbeitet. Die optimale Dosierung beträgt 10-20 g pro 1 m². Am besten wird dieses Düngemittel vor dem Regen oder vor dem Gießen ausgebracht, damit es sich auflösen kann.
  • Harnstoff wird zur Vorbereitung des Bodens für Gemüse, Rasenflächen und Obstbäume verwendet.
  • Beim Pflanzen wird der Harnstoff in Mengen von 5-10 g in die Pflanzlöcher gegeben. Die Granulate werden mit der Erde vermischt, um die Wurzeln der Pflanzen nicht zu verbrennen. Diese Methode eignet sich für Setzlinge von folgenden Gemüsesorten: Tomaten, Kohl, Paprika, Erdbeeren, Kartoffeln.
  • Mit Harnstoff werden Pflanzen in der Phase des aktiven Wachstums gedüngt. Im Frühjahr und Sommer wird er in den Boden um die Pflanzen herum eingebracht. Für Gemüse und Beerensträucher werden 10-15 g dieses Düngers pro 1 m² hinzugefügt. Für Getreidekulturen sind bei industriellem Anbau 200-300 kg pro Hektar erforderlich.
  • Die Harnstofflösung wird auf die Blätter von Kohl, Gurken, Tomaten und Obstbäumen gesprüht. Man verdünnt 5-10 g Dünger mit 1 l Wasser. Die Blätter werden morgens oder abends besprüht, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Im Herbst wird Harnstoff vor dem Umgraben auf den Boden gestreut, um ihn mit Stickstoff anzureichern. Die Dosierung beträgt 10-20 g pro 1 m².
  • In Gewächshäusern wird die Dosierung von Harnstoff reduziert, da sich das Düngemittel dort schneller zersetzt. Für die Bodendüngung werden 5-10 g pro 1 m² benötigt, für die Blattdüngung 3-5 g pro 1 Liter Wasser.

Bei der Verwendung von Harnstoff ist es wichtig, die Dosierung und die Regeln für die Ausbringung einzuhalten. Ein Überschuss kann die Pflanzen verbrennen oder den Boden mit Stickstoff übersättigen. Es ist wichtig zu beachten, dass Harnstoff nicht mit Asche oder Kalk gemischt werden darf, da sonst der Stickstoff entweicht und das Düngemittel seine Wirkung verliert.

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