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Endoskopie: Was ist das Verfahren, wie funktioniert es und wie bereitet man sich darauf vor?

09.04.2023

Bei Funktionsstörungen innerer Organe, Entzündungen, Geschwüren oder Verdacht auf Tumorwucherungen ist eine innere Endoskopie notwendig. Dabei kann visuell festgestellt werden, um welchen krankhaften Prozess es sich handelt und in welchem Stadium er sich befindet. Mit einem Endoskop wird der Zustand der Schleimhaut der Organhöhlen betrachtet.

Wie eine Endoskopie durchgeführt wird

Ein Endoskop besteht aus einer winzigen Kamera, die über ein Kabel mit einem Monitor verbunden ist. Es wird dem Patienten oral, rektal oder durch die Harnröhre eingeführt, je nachdem, welches Organ untersucht werden soll.

Der Arzt bewegt das Gerät und die Kamera bewegt sich in das Innere des Organs. Auf diese Weise untersucht er oder sie den gesamten Hohlraum, während er oder sie das Bild auf dem Bildschirm betrachtet. Falls erforderlich, kann der Arzt eine kleine Gewebeprobe zur Analyse entnehmen. Durch diese Untersuchung kann eine genaue Diagnose gestellt werden.

Es gibt verschiedene Arten der Endoskopie, und die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach den untersuchten Organen. Die folgenden Organe werden mit einer Sonde untersucht:

  • Der Magen wird mit einer Kamera untersucht, die durch den Rachen in den Patienten eingeführt wird. Dies wird als Gastroskopie bezeichnet.
  • Der Dickdarm wird untersucht, indem eine Sonde durch den Anus eingeführt wird. Das Verfahren wird als Koloskopie bezeichnet.
  • Der Dünndarm wird im Rahmen einer Intestinoskopie untersucht. Dabei wird eine Sonde durch den Rachen in den oberen Dünndarm und durch den Anus in den unteren Dünndarm eingeführt.
  • Die Blutgefäße werden mit einem speziellen Miniaturendoskop untersucht. Vor einer Angioskopie wird der Patient je nach Größe des zu untersuchenden Bereichs örtlich betäubt oder vollnarkotisiert.
  • Die Gallengänge werden mittels Cholangioskopie untersucht. Die Kamera wird mündlich eingeführt. Falls erforderlich, werden Galle und Bauchspeicheldrüsensaft zur Analyse entnommen.
  • Bei der Blasenspiegelung werden die Wände der Harnblase untersucht. Das Endoskop wird durch die Harnröhre eingeführt. Der Eingriff wird ohne Narkose, unter Spinal- oder Vollnarkose durchgeführt.

Auch der Kehlkopf, die Luftröhre, die Bronchien und die Hirnventrikel werden mit einem Endoskop untersucht. Jede Untersuchung wird mit einem Instrument durchgeführt, das für die Größe und den Grad der Flexibilität des Drahtes geeignet ist, so dass die Beschwerden so gering wie möglich sind.

Wie bereitet man sich auf eine Endoskopie vor?

Welche Vorbereitung vor einer Endoskopie erforderlich ist, hängt von dem zu untersuchenden Organ ab. Die Vorbereitung hängt auch davon ab, ob der Eingriff unter Narkose oder ohne Narkose durchgeführt werden soll.

Für bestimmte Arten von Endoskopien gibt es spezielle Vorbereitungen:

  • Vor der Darmspiegelung werden ein Abführmittel und ein Einlauf eingenommen.
  • Der Magen wird auf nüchternen Magen untersucht. Der Patient sollte mindestens 8 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen. Einen Tag vor der Untersuchung dürfen keine Nahrungsmittel verzehrt werden, die Blähungen verursachen oder lange brauchen, um verdaut zu werden. Ihr Arzt wird Ihnen eine Liste dieser Lebensmittel aushändigen und weitere Empfehlungen geben.
  • Wird die Endoskopie unter Vollnarkose durchgeführt, sollten am Vortag keine Medikamente eingenommen werden, die die Gefäßwand beeinflussen.

Für jede Art von Endoskopie wird Ihr Arzt Informationen zur richtigen Vorbereitung geben. Er kann bestimmte Medikamente oder zusätzliche Verfahren vorschreiben. Alle Empfehlungen müssen befolgt werden, damit die Untersuchung ungehindert ablaufen kann und die Ergebnisse so genau wie möglich sind.

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