Kfz-Öle: Arten, Eigenschaften, Verwendung
- 04.03.2023
Die Wartung eines Fahrzeugs umfasst eine lange Liste von Tätigkeiten, zu denen auch der Ölwechsel gehört. Es ist ein Produkt, ohne das ein Verbrennungsmotor einfach nicht funktionieren kann. Doch nicht jedes Öl ist für jedes Automodell geeignet. Ein Autobesitzer sollte wissen, welche Arten von Motoröl es gibt und wie man es richtig auswählt.
Die Funktion und Zusammensetzung von Autoöl
Autoöl ist eine technische Flüssigkeit, die notwendig ist, um Korrosion und das Eindringen von Schmutz zu verhindern und die Reibungsflächen zu schmieren. Es bildet einen Schutzfilm und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme. Es verringert die Reibung, so dass ein großer Teil der Energie auf die Räder geleitet wird und die Motorteile weniger verschleißen.
Die verschiedenen Maschinenöle sind einzigartig formuliert und haben unterschiedliche Viskositäten. Sie unterscheiden sich in Bezug auf die Betriebstemperatur. Das Produkt besteht aus einer Ölbasis und Additiven - speziellen Zusätzen zur Verbesserung der Qualitätsmerkmale.
Klassifizierung von Maschinenölen
Alle Motorenöle werden je nach ihrer Zusammensetzung in drei Gruppen eingeteilt:
- synthetisch;
- halbsynthetisch;
- mineralisch.
Synthetische Öle gelten in jeder Hinsicht als die besten und behalten ihre Eigenschaften unabhängig von den Temperaturverhältnissen. Die Herstellung von synthetischen Ölen beruht ausschließlich auf chemischen Reaktionen.
Halbsynthetische Öle werden auf mineralischer Basis unter Zugabe von synthetischen Additiven hergestellt. Diese werden benötigt, um die Leistungseigenschaften ihrer synthetischen Gegenstücke zu verbessern.
Mineralöl wird durch die Destillation von Erdöl gewonnen. Dieses Produkt ist das preiswerteste und erfüllt seine Grundfunktionen, wird aber bei kaltem Wetter dickflüssig. Mineralöl reinigt den Motor nicht ausreichend und bildet Ablagerungen, die die Leitungen verstopfen.
Der Zweck von Mineralölen
Auf dem Markt gibt es Motorenöle für verschiedene Arten von Motoren:
- Benzin;
- Diesel;
- mit Turbolader.
In der Formel von Benzinöl sind keine Dieselzusätze enthalten, da diese Art von Kraftstoff keine großen Mengen an Schwefelverbindungen enthält und Oxidationsprozesse nicht so intensiv ablaufen. Dies ist einer der Gründe, warum die Produkte streng nach Motortyp verwendet werden sollten. Es gibt aber auch Universalöle mit ausgewogenen Additiven, die für alle Motoren geeignet sind. Bevor man ein Autoöl kauft, muss man seinen Verwendungszweck anhand des Motortyps bestimmen.
Verwendungszeiträume von Autoölen
Die kinematische Viskosität ist eines der technischen Merkmale eines jeden Motoröls. Daher gibt es eine saisonale Einteilung. Motoröle können klassifiziert werden nach:
- Sommer (dickflüssig);
- Winter (flüssig);
- Mehrbereichsöl (ausgewogene Viskosität).
SAE-Öl
Das System wurde von Automobilingenieuren in den USA entwickelt. Die Viskosität (Fließfähigkeit) des Produkts wird ebenfalls als Hauptkriterium herangezogen. Diese Eigenschaft wird mit Indizes angegeben, die von manchen fälschlicherweise für Temperaturwerte gehalten werden.
- Sommeröle werden einfach mit einer Zahl angegeben (20, 30, 40, 50, 60).
- Winterformeln werden durch die Bezeichnung W gekennzeichnet (5W, 10W usw.).
- Ganzjahresprodukte sind durch eine doppelte Zahl gekennzeichnet, zum Beispiel 10W40.
Es gibt eine spezielle grafische Tabelle, die als Referenz beim Entschlüsseln der SAE-Werte dient. Sie hilft bei der Auswahl des geeigneten Öls.
API-Öl
API-Öle werden nach ihren Leistungsmerkmalen gemäß den vom American Petroleum Institute festgelegten Kategorien eingeteilt. Die Buchstaben und Zahlen bezeichnen
- Motortyp (Benzin, Diesel, Turbo);
- Produktionszeitraum;
- Arbeitszyklus.
Um die API-Ölcodierung zu verstehen, muss man sich mit den Referenzinformationen vertraut machen oder einen Fachmann zu Rate ziehen. Das Öl wird dann geeignet sein und die Lebensdauer der Maschine verlängern.